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Bitte verändern Sie sich jetzt! - Anhang - Das Milton-Modell

Transkripte meisterhafter NLP-Sitzungen.

A. Kausale Modellierungsprozesse

Innerhalb des Sprachsystems, das wir verwenden, um Sinn in unserer Erfahrung zu Enden, versuchen wir oft, Verbindungen zwischen verschiedenen Teilen unseres Modells der Welt in kausalen Begriffen zu „erklären". Wir gebrauchen dazu Begriffe der natürlichen Sprache und behaupten, in der Regel, eine notwendige Verbindung zwischen diesen Teilen unserer Erfahrung. Solche Erklärungen sind gewöhnlich absurd, da sie versuchen, die komplexen Umstände, die an der Entstehung eines Ereignisses beteiligt sind, auf einfache, häufig einzelne „Ursachen" zu reduzieren. Im Kontext der Hypnose, wo eines der Ziele des Hypnotiseurs anfangs darin besteht, die Erfahrung des Klienten zu pacen und dann zu leaden, besitzen diese Prozesse jedoch einen positiven Wert. Da der Klient gewöhnlicherweise diese Arten der Erklärung selbst verwendet, kann der Hypnotiseur sich diesen Prozess zunutze machen, um den Klienten dabei zu unterstützen, den gewünschten Trancezustand zu erreichen. Der Hypnotiseur kann insbesondere kausale Verbindungen zwischen den unmittelbar überprüfbaren Anteilen im Erleben des Klienten und dem gewünschten Verhalten herstellen.

Die Stärke der behaupteten Verbindung reicht von einfacher Koinzidenz bis zu Notwendigkeit.

1. Konjunktionen

Gebrauch der Konnektive „und", „aber" (d.h. „und nicht"). Sie stellen die schwächste Form der Kopplung dar.

„Sie können mich ansehen und ein zunehmendes Gefühl der Neugier verspüren." „Sie können sich manchmal verwirrt vorkommen, aber unbewusst weiterlernen."

2. Implizierte Kausative

Gebrauch der Konnektive „während", „sobald", „bevor", „nachdem", usw.

„Da Sie hier sind, können Sie leicht auf neue und spielerische Weise lernen."

„Während Sie über neue Lösungen nachdenken, können Sie sogar noch tiefer in Trance gehen."

3. Ursache-Wirkung

Gebrauch von Prädikaten, die eine notwendige Verbindung zwischen verschiedenen Teilen der Erfahrung des Zuhörers behaupten, wie z.B. „bewirken", „machen", „zwingen", „voraussetzen", „weil", „wenn... dann", usw.

„Wenn Sie diese Sprachmuster verwenden, werden Sie ein besserer Hypnotiseur werden."

„Sie werden dieses Problem nicht mehr haben, weil Sie jetzt wissen, was Sie tun können."

B. Gedankenlesen

Ein mit dem kausalen Modellieren eng verknüpfter Modellierungsprozeß ist Gedankenlesen. Als Gedankenlesen gelten Aussagen, in denen eine Person behauptet, Kenntnis von den Gedanken und Gefühlen einer anderen Person zu haben, ohne den Prozess genauer zu benennen, durch den sie diese Information erhalten hat. Es ist nützlich im Pacen und Leaden von Klienten. „Sie fragen sich bestimmt, was das bedeutet." „Sie werden bald ein noch stärkeres Gefühl von Wohlbehagen erleben."

C. Transderivationale Prozesse

Transderivation bezeichnet den Prozess, den der Zuhörer durchläuft, um einer Kommunikation Bedeutung zuzuordnen. Nachdem der Zuhörer eine Oberflächenstruktur hört und die entsprechende Tiefenstruktur, die er gewinnt, nur wenig oder keinen offensichtlichen Bedeutungszusammenhang mit seinem aktuellen Erleben hat, aktiviert er zusätzliche bedeutungssuchende Prozesse, die Bedeutungen generieren, welche zwar seinem Bewusstsein, nicht aber seinem Unbewussten zugänglich sind. Von diesen wird der Klient die Bedeutung wählen, die für seine aktuelle Erfahrung maximal relevant ist.

Die spezifischen Formen der Oberflächenstruktur, welche transderivationale Suchprozesse aktivieren, sind in folgenden aufgeführt:

1. Fehlender Referenzindex

Sätze mit Substantivgruppen, ohne Referenzindex in der Welt des Klienten, erlauben ihm, die transderivationalen Suchprozesse voll zu aktivieren.

„Bestimmte Empfindungen in Ihrer Hand werden zunehmen." „Menschen können lernen, viel mehr Freude in ihrem Leben zu haben."

2. Unspezifizierte Verben

Der Gebrauch unspezifizierter Verben erlaubt es den Klienten zu pacen, da die Wahrscheinlichkeit maximiert ist, dass die Aussage auf sein momentanes Erleben zutrifft. Gleichzeitig wird seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Teil seines Erlebens gerichtet.

„Sie mögen sich fragen, was das bedeutet" „Sie werden es genau wissen, wenn Sie es herausgefunden haben."

3. Verletzung der Selektionsbeschränkung

Das ist die Klasse von Oberflächenstrukturen, die gewöhnlich als Metaphern bezeichnet werden. Sie stellen Verletzungen einer wohlgeformten Bedeutung dar, wie die Angehörigen einer Sprachgemeinschaft sie verstehen. Wenn der Klient einen Satz hört, der eine solche Verletzung der Selektionsbeschränkung enthält, fällt die Last, eine andere Bedeutung für diese Kommunikation zu konstruieren, auf ihn. „Der Mann trank den Fels." „Die Blume war wütend."

4.  Tilgung

Tilgung liegt vor, wenn ein Teil der Bedeutung des Satzes (der Tiefenstruktur) nicht in der Oberflächenstruktur (dem Satz, der dem Klienten gesagt wird) repräsentiert ist. Das lässt dem Klienten die Freiheit, selbst die Bedeutung zu generieren, die für sein aktuelles Erleben maximal relevant ist

„Es erscheint eine unlösbare Aufgabe zu sein." (Erscheint wem? Unlösbar für wen?)

„Sie machen nun das Gleiche, was Sie schon taten als Sie in die Schule kamen." (Was ist das Gleiche? Gleich für wen?)

5.  Satzfragmente

Fragmente sind Teile von Sätzen, die für sich selbst keinen vollständigen, wohl-geformten Satz ergeben. Solche Fragmente -Resultate ungrammatischer Tilgung - setzen eine maximale Teilnahme von Seiten des Klienten voraus, um eine komplette Bedeutung zu ergeben. „Sich Zeit lassen..."

„...und weiter staunen... und wirklich..."

6. Nominalisierung

Nominalisierung ist der linguistische Prozess, durch den ein Prozess-Wort oder ein Verb in ein Ereignis oder ein Ding verwandelt wird. Das erfolgt fast immer unter totaler Tilgung einiger Referenzindices. Es zwingt den Klienten, die getilgten Anteile

einzusetzen, indem er aus seinem eigenen Modell der Welt die Bedeutungen aktiviert, die seinen Wünschen und Bedürfnissen am besten dienen. „Die wunderbare Wohltat von Wissen und Klarheit.." „Die Gegenwart von Entspannung und Neugier..."

D. Ambiguität

Ambiguität liegt vor, wenn eine Oberflächenstruktur mehr als eine Bedeutung haben kann. Das zwingt den Klienten zu einer transderivationalen Suche, um aus der Reihe der möglichen Tiefen-Strukturen, welche die einzelne Oberflächen-Struktur repräsentiert, die angemessenste Bedeutung auszuwählen. Es gibt vier verschiedene Arten von Ambiguität:

1. Phonologische Ambiguität

liegt vor, wenn die gleiche Klangsequenz verschiedene Bedeutungen repräsentiert: der/die Weise, schal, mehr, Leere, warten, säen.

„Bedenken Sie dieses Mehr/Meer an Möglichkeiten." „Die Möglichkeiten, die Sie jetzt sehen/säen, werden um ein Vielfaches zunehmen."

2. Syntaktische Ambiguität

liegt vor, wenn die syntaktische Funktion eines Wortes nicht aufgrund des unmittelbaren Kontexts bestimmt werden kann. „Es gibt unendlich viele Lösungen, sie warten auf sie."

3.  Bereichsambiguität

liegt vor, wenn durch die Untersuchung des unmittelbaren linguistischen Kontexts nicht bestimmt werden kann, auf was sich ein Teil des Satzes bezieht. „Wenn ich zu ihnen als Kind spreche..."

„Sie werden erkennen, dass sie bequem sitzen und in eine tiefe Trance gehen."

4. Interpunktionsambiguität

liegt vor, wenn eine Sequenz von Worten das Resultat einer Überlappung zweier wohlgeformter Oberflächen-Strukturen ist, die ein Wort oder eine Wortgruppe gemeinsam haben. „Unsere Zeit wird heute sicher reichen Sie mir bitte das Glas." „Sie werden dieses Kapitel abschließen Sie langsam Ihre Augen."

E. Lesser included Structure (untergeordnete Satzteile)

Oberflächen-Strukturen, die in sich eine andere Struktur enthalten, können eine wertvolle Ressource darstellen, um eingebettete Befehle zu geben und Reaktionspotential aufzubauen.

1. Eingebettete Fragen

Eingebettete Fragen dienen dem Zweck, Reaktionspotential in dem Klienten aufzubauen, indem Fragen gestellt werden, ohne dass eine offene Antwort des Klienten ermöglicht wird. Sie sind sehr häufig eine Präsupposition eines anderen Befehls.

„Ich frage mich, ob Sie wissen, welche Hand zuerst nach oben steigen wird."

2 . Eingebettete Befehle

Eingebettete Befehle dienen dem Zweck, dem Klienten indirekt Suggestionen zu geben und es ihm so zu erschweren, Widerstand zu leisten. Sie stellen ein Muster von Oberflächenstrukturen dar, die einen Befehl enthalten, genauso wie die vorhergehenden Muster eine Frage enthielten.

„Es kann sein, dass Sie zu sich selbst sagen, ACH KOMM, DU KANNST DOCH GENAUSO GUT DIE AUGEN ZUMACHEN! Das geht ebenso mit AUGEN ZU! LANGSAM WACHWERDEN kann man auch später, wenn es an der Zeit ist JETZT!"

3. Zitate

Die wörtliche Widergabe einer Unterhaltung oder eines Wortwechsels wird von dem Zuhörer bewusst so verarbeitet, als sei sie an jemanden aus der Geschichte gerichtet, hat jedoch häufig die Wirkung, als sei der Befehl an den Zuhörer direkt gerichtet worden, mit dem Unterschied, dass der Zuhörer unbewusst reagiert.

„Jemand sagte mir einmal Schließen Sie Ihre Augen jetzt!" „Was bedeutet es, wenn jemand sagt Rühren Sie sich nicht und sagen Sie nichts mehr!"

F. Abgeleitete Bedeutungen

Wenn wir natürliche Sprachsysteme zur Kommunikation verwenden, setzen wir die Fähigkeit des Zuhörers voraus, unsere Oberflächen-Strukturen zu hören und sie von Klangsequenzen zu Bedeutung zu verarbeiten. Darüber hinaus setzen wir bestimmte zusätzliche Fähigkeiten voraus, die es dem Zuhörer ermöglichen, weitergehende Bedeutung aus dem, was wir anbieten, zu bilden, z.B. einen Kontext zu schaffen, in dem der Satz, den wir sagen, eine pragmatische Bedeutung haben könnte.

1. Präsuppositionen

Eine Präsupposition ist ein Satz, der wahr sein muss, damit ein anderer Satz sinnvoll ist.

Da die Präsuppositionen eines Satzes nicht Teil seiner Tiefen-Struktur sind, macht ihr Gebrauch den Klienten zu einem aktiven Teilnehmer in dem bedeutungsschaffenden Prozess (in diesem Fall handelt es sich um eine abgeleitete Meinung) und entzieht zugleich die Präsuppositionen der Aussage einer Überprüfung.

„Ich frage mich, ob Sie bereits bemerkt haben, dass Sie in einer tiefen Trance sind." Präsupposition: Sie sind in einer tiefen Trance.

„Sam fiel die Katze auf dem Tisch nicht auf." Präsupposition: Es war eine Katze auf dem Tisch.

2. Konversationelle Postulate

Wie im Fall der Präsuppositionen ist die Bedeutung, die durch die konversationellen Postulate repräsentiert wird, abgeleitet - sie ist nicht Teil der Tiefen-Struktur, die der Klient erfasst, sondern setzt zusätzliche Prozesse voraus. Durch die Verwendung konversationeller Postulate kann der Hypnotiseur es vermeiden Befehle zu geben und gleichzeitig dem Klienten erlauben, selbst zu entscheiden, ob er sie befolgen möchte oder nicht, wodurch er eine autoritäre Beziehung zwischen sich und dem Klienten vermeidet.

„Wäre es Ihnen möglich, Ihre Hand nach oben steigen zu lassen?"

„Sie brauchen sich jetzt nicht mehr zu bewegen."


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