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Bitte verändern Sie sich jetzt! - 1. Verlustangst

Transkripte meisterhafter NLP-Sitzungen.

Beginn des Transkriptes

Richard
Okay Susan. Sagen Sie mir vielleicht zunächst einmal, was Sie genau möchten. Ich bin eben angekommen, habe ein Mikro umgehängt bekommen und weiß weiter gar nichts. Sie müssen mir also einen kleinen Hinweis geben.

Susan
Okay. Mein Problem ist, dass ich manchmal eine solche Angst habe, dass ich wie gelähmt bin. Es ist so etwas wie ein Panik-Anfall. Ich würde gerne mehr Abstand haben, so dass ich in der Situation nicht mehr in gleichem Ausmaß Angst erlebe und mich kontrollieren und besser Entscheidungen treffen kann.

Richard
Ist die Angst angemessen^ Es ist also nicht zum Beispiel so, dass Sie im Bett liegen und Angst vor dem Tod haben oder etwas in der Art?

Susan
Nein, es ist Angst vor einem möglichen Verlust. Es ist Angst, eine Freundschaft oder enge Beziehung zu verlieren. Schon wenn ich an einen möglichen Verlust denke, bekomme ich einen Panikanfall.

Richard
Die Situation, die Ihnen Sorgen macht, hat also damit zu tun, dass Sie einen Verlust erwarten oder an einen Verlust denken?

Susan
Richtig. Ich glaube, das ist es.

Richard
Verlieren Sie oft Freunde?

Susan
Nein.

Richard
Ich wollte gerade sagen, vielleicht wäre es besser, wenn ich nicht zu oft mit Ihnen zu tun habe.

Susan
Nein, es passiert wirklich nicht oft

Richard
Als Sie das erste Mal das Wort Verlust erwähnt haben, habe ich gleich nach meiner Brieftasche gegriffen.

Susan
Nein, es hat nur mit Menschen zu tun, nicht mit Besitz.

Richard
Es geht also vor allem um Lebewesen?

Susan
Ja.

Richard
Ich möchte Sie etwas fragen. Wenn ich... nehmen wir an, ich müsste für Sie einspringen. Woher wissen Sie, wann Sie diese Angst bekommen müssend Wie machen Sie das?· Können Sie es jetzt erleben?

Susan
Ja. Wenn jemand... nun, ich könnte es auch jetzt erleben. Wenn Sie mir zum Beispiel gesagt hätten, dass Sie zu dieser Sitzung kommen wollten, und wir enge Freunde wären, so dass es mir wirklich etwas ausmachen würde, und Sie sich dann verspäten würden...

Richard
Das ist auch schon passiert.

Susan
Ich würde dann vielleicht glauben, dass Sie gar nicht mehr kommen und dann einen Panikanfall bekommen.

Richard
Oh. Mit bestimmten Leuten kann Ihnen das regelmäßig passieren?

Susan
Das stimmt.

Richard
Es gibt solche, die immer zu spät kommen. Aber was machen Sie?· Woher wissen Sie, wann es an der Zeit ist, wie bekommen Sie die Panik?

Susan
Meinen Sie, was für Gefühle ich erlebe?

Richard
Nehmen wir an, ich müsste einen Tag lang für Sie einspringen. Ein Teil meiner Aufgabe wäre es, an Ihrer Stelle den Panikanfall zu bekommen, wenn sich jemand verspätet. Was muss ich also in meinem Kopf tun, um die Panik zu erzeugen?

Hinter dieser einfachen Beschreibung verbirgt sich die Mitteilung an die Klientin, dass sie aktiv mit ihrem Verstand (mind) etwas tut, das zu dem unerwünschten Ergebnis führt. Wenn jemand sagt, „du kannst mir beibringen das zu tun", so impliziert das die Präsupposition, dass sie aufhören kann es zu tun.

Der wesendiche Punkt ist hier, jede Möglichkeit zu nutzen, die gesamte Struktur der Interaktion mit der Klientin so zu gestalten, dass sie die zugrundeliegenden Präsuppositionen von „das ist unmöglich" in „das ist möglich" verwandelt.

Wenn ich sage, dass ich lernen will für sie einzuspringen, bekommt sie dadurch die Kontrolle und nicht ich. Es gibt ihr nicht nur die Kontrolle über mein Verhalten, es kennzeichnet außerdem sie und nicht mich als die Person, die die Lösung hat. Das wirkt der Sie-sind-der-Experte-Sie-müssen-das-verstehen-Haltung entgegen. Es kann darüber hinaus auch Therapeuten von einem Übermaß an Aufgeblasenheit heilen, da die gesamte Interaktion jetzt auf der Präsupposition aufbaut, dass sie, nicht ich, die Antwort weiß. Das ist es, was eine Veränderung der Einstellung bewirkt und, selbst in diesem Beispiel, eine Unterscheidung zwischen Wahrheit, Wirklichkeit und Modell einführt. Mit anderen Worten, die Tatsache, dass sie ein Problem hat, ist weder „Wahrheit" noch „Wirklichkeit", denn sie beschreibt mir gerade ihr Modell, damit ich es lernen kann.

Therapeuten machen oft den Fehler zu sagen: „Andere vor ihnen haben dieses Problem gehabt und konnten es überwinden." Automatisch wird sie sich selbst nicht in diese Kategorie einreihen: „Nun, ich bin nicht wie andere. Meine Phobie ist anders. Mein Problem ist anders." Wenn man statt dessen aber sagt: „Ihre Aufgabe ist es mir zu zeigen, wie ich in ihre Kategorie passen kann", verändert es den gesamten Rahmen so, dass anstatt die Angelegenheit kognitiv anzugehen, ich sie nun so tun lasse „als ob". Man kann Klienten nicht erklären, dass ihr Problem nicht „wirklich" ist. Sie sind darin gefangen, weil es sich für sie „wirklich" anfühlt, und solange es sich „wirklich" anfühlt, werden sie nicht glauben, dass das Problem nur in ihrem Modell der Welt besteht. Dieses Vorgehen bestärkt lediglich ihre Hilflosigkeit, und unser Ziel ist es, sie in eine Position der Stärke, nicht der Hilflosigkeit zu bringen. Hilflosigkeit hindert Menschen daran, auch nur an den Rand ihres Modells zu schauen. Indem Klienten in eine Position der Stärke gelangen, haben sie die Kraft, die Veränderungen durchzuführen, die notwendig sind.

Susan
Sie fangen damit an, sich solche Sätze zu sagen, wie...

Richard
Ich muss also mit mir selbst reden.

Susan
So und so hat sich verspätet, er ist noch immer nicht da. Das heißt, dass er vielleicht nie mehr kommen wird.

Richard
Sage ich das mit einer gleichgültigen Stimme?

Susan
Nein...

Richard
(mit unbekümmerter Stimme) Sie haben sich verspätet... Ich glaube es ist Zeit für einen Angstanfall.

Susan
Nein, Sie fangen zuerst langsam an, weil Sie sich zunächst sagen, dass er noch immer Zeit hat. „Ich werde ihm noch eine halbe Stunde geben und wenn er bis dahin nicht da ist..."

Richard
...gerate ich in Panik. Das lässt mir eine halbe Stunde Zeit, die Geschwindigkeit des inneren Dialogs zu verändern.

Susan
Mit der Zeit wird er immer schneller.

Richard
Woher weiß ich, was ich sagen muss... machen Sie auch irgendwelche Bilder dazu?

Susan
Ja. Bilder von demjenigen, der gerade nicht da ist. Vielleicht davon, wie er...

Richard
Bilder von demjenigen, der gerade nicht da ist.

Susan
Der Person, die hätte kommen sollen und nicht gekommen ist.

Richard
Was für Bilder?

Susan
Bilder von ihrem Gesicht.

Richard
Aus der Vergangenheit? Machen Sie neue Bilder?

Susan
Bilder, wie sie wirklich aussehen oder möglicherweise Bilder von ihnen in einem Unfallwagen.

Richard
Bilder von ihnen in einem Unfallwagen?

Susan
Ja.

Richard
Okay, wenn Sie sie in einem Unfallwagen sehen, von wo aus sehen Sie sie? Sehen Sie es ungefähr von der Seite? Sehen Sie es so, wie es aus den Augen des Betreffenden aussehen würde? Was genau machen Sie?·

Susan
Nein. Ich sehe es so, als würde ich daneben stehen und hinschauen.

Richard
Von wo aus? Von der Seite?

Susan
Ich glaube, es ist von der Seite. Ich habe noch nie darüber nachgedacht. Ich glaube, es ist von der Seite.

Richard
Ist das was ich sehe panoramisch? Ist die Leinwand begrenzt?

Susan
Nein, es ist eher so, als wäre es herangezoomt.

Richard
Herangezoomt. Es gibt also keine Ränder auf Ihrem Bild?

Susan
Nein.

Richard
Gehen Sie tatsächlich näher heran? Wenn Sie die Bilder in Ihrem Kopf machen?

Susan
Ich muss mal überlegen. (Lange Pause) Ja, ich gehe näher heran.

Richard
(scherzhaft) Sie müssen wissen, dass wir hier unter Zeitdruck arbeiten. Sie zoomen sich hinein. Wie nahe? Gehen Sie bis an sein Gesicht heran? Machen Sie das mit dem Unfallwagen?

Susan
Wahrscheinlich gehe ich nur so nahe heran, wie ich es auch tatsächlich tun würde, wenn sie verletzt wären und ich ihnen helfen oder sie behandeln würde.

Richard
Das ist ziemlich nah. Sie haben am Anfang gesagt, dass Sie Abstand zu diesem Problem gewinnen möchten. Können Sie sich jetzt an eine Situation erinnern, die letzte Gelegenheit, als Sie eine solche Panik erlebt haben und sich daran erinnern, was für Bilder Sie gemacht haben.

Susan
Ja. Gestern abend hatte ich eine. Dabei habe ich Bilder von dem Unfallwagen gesehen, doch ich habe vor allem Bilder von der Person gesehen, wahrscheinlich war sie so nahe wie Sie mir jetzt.

Richard
Was war noch Ihr Beruf?

Susan
Ich bin Krankenschwester.

Richard
Oh, Sie sind Krankenschwester. Arbeiten Sie in der Notfall-Aufnahme?

Susan
Ich habe manchmal mit Notfällen zu tun, aber ich arbeite vor allem in der Psychiatrie. In dem Rahmen habe ich es manchmal mit Notfällen zu tun.

Richard
Okay. Jetzt verstehe ich es besser. Ich habe noch eine Frage. Woher kommt die Panik, wenn Sie die betreffende Person nicht in einem Unfallwagen sehen ?

Susan
Also außer der Person, die nicht da ist, sehe ich mich selbst, allein und einsam.

Richard
Von welcher Position aus ?

Susan
In diesem Fall sehe ich aus meinen eigenen Augen in die Welt.

Richard
Sie sehen aus Ihren eigenen Augen in die Welt. Sie sehen sich also nicht selbst.

Susan
Ich glaube, manchmal sehe ich mich, wie ich ganz allein in meinem Haus stehe. Aber bei anderen Gelegenheiten bin ich einfach allein und habe so ein einsames Gefühl. So als würde ich hinausschauen in die Welt.

Richard
Sehen Sie da unten irgendwo den Planeten ?

Susan
Nein, nein, nein. Es ist so, als würden Sie in Ihrem Garten stehen oder so ähnlich.

Richard
Aber es ist niemand da.

Susan
Richtig.

Richard
Ich habe einen Vorschlag. Lassen Sie uns ein kleines Experiment machen. Okay ?

Susan
Okay.

Richard
Machen Sie ein Spiel mit ?

Susan
Klar.


       ► Fortsetzung






 


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